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Jugendherberge in Mölln von den Masonic Bikern besetzt

Juli 2018

Sichtbar nach außen wurde die Besetzung durch eine Fahne mit Winkelmaß und Zirkel, die über allem im kräftigen Wind wehte.

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Die insgesamt über 60 Brüder aus mehreren Nationen versammelten sich, um gemeinsam zu feiern, zu fahren und zu arbeiten. Organisiert wurde das Treffen von den Masonic-Bikern-Nord. Diese hatten sich entschieden, weil so viele „Cross-Border-Brethren" aus den Niederlanden, Norwegen, Dänemark und der Schweiz anwesend waren, die Veranstaltung überwiegend auf Englisch zu moderieren

Ankommen

Bereits bei der Ankunft am Freitag zeigte sich, das alles wohl organisiert war. Selbstklebende Namensschilder der Brr. lagen bereit. Ebenso die Bettwäsche, mit der man sich auf den Weg zu seinem Lager machte, um dieses für die Nacht zu richten. Ja, hier wurden Erinnerungen an Kindheit und Jugend wach: Mehrbettzimmer mit Etagenbetten.

Dann ging es zum Essen. An der Grillhütte war ein opulentes Mahl gerichtet und auch die Nachzügler wurden später bestens versorgt. Dennoch strafte das Leben die Zuspätgekommenen:  Die Darbietung von Bruder Alex Erskine, der schottisch/irischer Musik spielte, hatten sie verpasst.
Ich weiß nicht, ob es an der für viele langen Anfahrt lag oder ob die Brr. einfach so diszipliniert waren? Die meisten suchten die Betten zeitig auf und merke: Wer ein schweres Bike bewegen kann, der schafft es auch, seine müden Knochen die kurze Leiter hinauf in das obere Etagenbett zu hieven.

Weckruf

Schon früh machten sich die ersten auf den Weg in die Waschräume und so sah man ab 7 Uhr zum leckeren Frühstück nur wenige verschlafene Gesichter.
Gestärkt begab sich die Kolonne im Anschluss auf die Ausfahrt. In zwei Gruppen ging es im Wechsel zum Grenzhus Schlagdorf bzw. zur einer wunderschönen alten Kirche, der St. Abundus-Kirche in Lassahn:
In den Außenanlagen des Grenzmuseums sind alte Grenzanlagen im Original aufgebaut und unser Museumsführer ließ durch seine bildhaften Erklärungen vieles lebendig werden: Ein bedrückendes Zeugnis innerdeutscher Geschichte.

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Die Kirche in Lassahn stammt in Teilen aus dem 13. Jahrhundert. Die Feldstein-Sakristei erhielt etwa im 17. Jahrhundert Fachwerkanbauten. So entfaltet die Kirche ihren Charme durch die Unvollkommenheit und die Erkennbarkeit der verschiednen Ausbaustadien.

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Mittags gab es den Schichtwechsel an der Jugendherberge - und dort gab es auch eine Stärkung nach der die Gruppen für den Teil 2 der Ausfahrt getauscht wurden.

Zur Arbeit meine Brüder

Die TA fand im Anschluss im Freien statt. Das Ritual stammte aus den Niederlanden und die Texte waren alle auf englisch - auch die fantastische und berührende Zeichnung - ein Märchen - „Once upon a time ..." - eine Reise ins Licht, die von Musik, Live und CD, begleitet wurde. Die Brüder wurden alle in die Arbeit eingebunden und einen nach dem anderen im Wechselgespräch aufgerufen:

"Bro. N.N., so what is your desire"
„To work with you."

Am blauen Band

Doch nicht genug - abgerundet wurde der Tag mit einer Tafelloge. Es war perfekt eingedeckt und einheitliche Kanonen mit der Gravur „Masonic Biker Deutschland" standen gerichtet auf dem blauen Band.

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Auch dieses Ritual wurde auf Englisch gehalten - und natürlich stand es den Brr. frei, ihre vielen Toats in der ihnen geläufigen Sprache vorzutragen. Labskaus ist fein - wenn er gut gemacht ist. Und dieser was es und somit eine regionaltypische, köstliche Bereicherung der Tafel. Zur großen Freude der Teilnehmer durften alle im Anschluss die Kanone mitnehmen, um so den Geist der Masonic-Biker auch in ihre Logen zu tragen.

Ausklang

Es blieb noch ein bisschen Zeit für Gespräche und auch an diesem Abend zogen sich die meisten nach einem schönen und anstrengenden Tag zeitig zurück - sicher auch im Bewusstsein der oft langen Rückreise am Folgetag. Doch der Rest des Abends reichte aus, weitere Weichen für das nächste Treffen in 2019 zu stellen.

Heimwärts

Und schon war es wieder vorbei. Der erste Bruder machte sich bereits gegen vier Uhr morgens auf den Weg. Ich selbst startete um 8.30 Uhr - und war - inkl. mehrerer Pausen - 10 Stunden später wieder daheim - müde und glücklich.

Danke, liebe Masonic Biker Nord alle.

 

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